ÖAZ Aktuell (Ausgabe 20/2003)

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Traumaplant® – pflanzliche Schmerzsalbe: Pyrrolizidin-freier Kulturbeinwell Ersatz für Spasmo Urgenin®: Spasmolyt® Dermatologie, Allergologie: Dermapharm Novartis: Alex Matter in Singapur

Traumaplant® – pflanzliche Schmerzsalbe

Pyrrolizidin-freier Kulturbeinwell

Als größtes Hindernis für den Einsatz von Beinwell gilt der Gehalt an Pyrrolizidin-Alkaloiden. Mit Traumaplant®-Salbe steht nunmehr ein Phytopharmakon zur Verfügung, das die wirkrelevanten Inhaltsstoffe der Heilpflanze – frei von unerwünschten Pyrrolizidin-Beimengungen – in höchster Dosierung enthält.

Das Droge-Extrakt-Verhältnis beträgt 2,5 : 1 (10 g), das heißt, 100 g Salbe enthalten 10 g Extrakt aus 25 g frisch blühendem, oberirdischen Beinwellkraut. Der in Traumaplant® verarbeitete Beinwell ist eine Hybridzüchtung, wobei für die Extraktgewinnung nur frische, oberirdische Teile verwendet und einem speziellen Extraktionsverfahren unterzogen werden. Ein galenisch hochentwickeltes Emulsionssystem gewährleistet die ausgeprägte und rasche percutane Resorption der Wirkstoffe.
Der Beinwell enthält als primär wirksame Inhaltsstoffe Allantoin, Cholin und Rosmarinsäure. Die pharmakologischen Eigenschaften des Beinwell lassen sich zusammenfassen als:
entzündungshemmend
abschwellend
antiexsudativ und
schmerzlindernd

Wirkung und Nutzen von Traumaplant® in der Therapie von Verletzungen und orthopädischen Defekten sowie in der Sport- und Rehabilitationsmedizin sind mittlerweile durch eine Reihe von klinischen Studien gut belegt.
Umfassende Anwendungsmöglichkeiten von Traumaplant®:
bei stumpfen Alltags- und Sportverletzungen (Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen, …)
Gelenk- und Muskelschmerzen
schmerzhaften Verspannungen im Nacken-, Schulter- und Rückenbereich
Sehnenscheidenentzündung, Tennisarm, Altersknie, etc.

Traumaplant®-Salbe ist ab sofort zu 50 und 100 g lieferbar.
Zur Unterstützung des Handverkaufs fordern Sie Patientenbroschüren, Informationen von Studien bzw. für Fachkreise an:
HWS OTC-Service GmbH, Steindorf 65, A-5570 Mauterndorf, Tel.: 064272/20076,
E-Mail: med-wiss@hws-otc.com

Ersatz für Spasmo Urgenin®

Spasmolyt®

Spasmo Urgenin® ist seit 1. Juli 2003 nicht mehr kassenfrei verschreibbar. Stattdessen steht im Indikationsgebiet überaktive Blase mit Symptomen wie Reizblase und häufiger Harndrang Spasmolyt® Dragees kassenfrei zur Verfügung. Spasmolyt® enthält wie Spasmo Urgenin® Trospiumchlorid.
Zu Trospiumchlorid sind in jüngster Zeit wieder klinische Studien gemacht worden, unter anderem in den USA. Die Ergebnisse wurden auf der Jahrestagung der Amerikanischen Urologischen Gesellschaft in Chicago präsentiert.
Das Durchschnittsalter der Studienteilnehmer lag bei über 60 Jahren. Mit 2 x 20 mg Trospiumchlorid pro Tag konnten die Häufigkeit der Miktionen sowie die Inkontinenz-Episoden gegenüber Placebo deutlich reduziert werden. Darüber hinaus erhöhte Trospiumchlorid das Harnvolumen pro Miktion.
Auch bei dieser älteren Studienpopulation traten keine zentralnervösen Nebenwirkungen auf.
Trospiumchlorid wurde ausgezeichnet vertragen und zeigte ein ausgewogenes Verhältnis von Wirksamkeit zu Verträglichkeit.
Trospiumchlorid ist als einziges Anticholinergikum nicht liquorgängig. Zentralnervöse Nebenwirkungen wie Verwirrtheitszustände sind daher auch bei älteren Menschen nicht zu erwarten.

Dermatologie, Allergologie

Dermapharm

Mit 1. Oktober 2003 werden folgende Arzneimittel von Dermapharm in das Heilmittelverzeichnis aufgenommen:
Cetiderm 10 mg Filmtabletten, 10 und 30 Stück
Udima 50 mg Kapseln, 10 und 30 Stück
Parfenac dermatologische Emulsion 50 g und 100 g
Mycostatin Zinkoxid Paste 50 g

Novartis

Alex Matter in Singapur

Univ.-Prof. Dr. med. Alex Matter – der Novartis-Forscher, der die Entdeckung des Krebsmedikaments Glivec®* (Imatinib) vorantrieb – ist zum Gründungsdirektor des neuen Novartis Institute for Tropical Diseases (NITD) in Singapur ernannt worden.
Novartis und die Regierung von Singapur haben das Institut vor zwei Jahren in Singapur gegründet. Der Mitarbeiterstab von rund 70 Wissenschaftern wird sich der Erforschung neuartiger Methoden zur Behandlung und Prävention wichtiger Tropenkrankheiten widmen. Dabei wird der Schwerpunkt vorerst auf Dengue-Fieber und arzneimittelresistenter Tuberkulose liegen.
Dr. Alexander Kamb, der Gründer von Arcaris Inc., wurde zum neuen weltweiten Leiter der Onkologieforschung am Novartis-Institut für biomedizinische Forschung ernannt. Alexander Kamb war zuvor Mitglied des Forschungsteams von Myriad Genetics Inc., das den Einfluss des BRCA1-Gens bei Brustkrebs identifizierte.

* In den USA: Gleevec® (Imatinibmesylat)

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